Albert Salomon - Werke by Peter Gostmann, Gerhard Wagner, Karin Ikas, Claudius

By Peter Gostmann, Gerhard Wagner, Karin Ikas, Claudius Haerpfer

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Fundort: Sozialwissenschaftliches Archiv, Universität Konstanz. Übersetzt von Dorte Huneke und Karin Ikas. 32 Hannah Salomon-Janovski Richard Salomon – Lange Zeit habe ich geglaubt, Dad sei ein Einzelkind. Er schien verwöhnt und verhätschelt worden zu sein. Deshalb erinnere ich mich noch gut daran, wie überrascht ich war, als ich erfuhr, dass er einen Bruder namens Richard hatte, der, soweit ich weiß, fünf Jahre jünger war. Richard heiratete Edith Müllerheim. Ihre gemeinsame Tochter Ilse verbrachte die Kriegsjahre in England und zog nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nach Kalifornien, wo sie bis heute lebt.

Bis die Sache geklärt war, brachte man Mutter und mich nach Ellis Island in ein Quartier für Hafenprostituierte. Als Dame der gehobenen Gesellschaft legte meine Mutter sehr viel Wert auf schickliches Verhalten (was bei den amerikanischen Beamten für einige Belustigung gesorgt haben muss). Sie protestierte also vehement gegen diese Art der Behandlung. Später, wenn sie von diesem Abenteuer erzählte, pflegte sie zu sagen, sie habe die Beamten darauf hingewiesen, mit einer Dame und einem Kleinkind, das noch nichts von der Welt gesehen habe, könne man so nicht umgehen.

Ber die Schule knüpften wir Kontakte zu amerikanischen Mitschülern, schlossen Freundschaften und lernten deren Eltern kennen, die sich wiederum mit unseren Eltern anfreundeten. Auf diese Weise entkamen wir nach und nach dem engen, aber sicheren Kreis der Flüchtlingsfamilien und wurden Teil der amerikanischen Gesellschaft. Natürlich ist auch dies eine etwas vereinfachte Darstellung. Meine Eltern hatten schon seit ihrer Ankunft immer wieder Umgang mit Amerikanern, insbesondere während der Sommermonate, die wir meist in Neuengland verbrachten.

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